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Was erwartet die Jugend von der Schweiz?

DIE JUGEND DER SCHWEIZ SPIELT EINE ENTSCHEIDENDE ROLLE bei der Gestaltung der Zukunft des Landes. Ihre Stimme gehört deshalb zu den wichtigsten in der Debatte über Chancen und Herausforderungen unserer Zeit.

Sie hat hohe Erwartungen bezüglich sozialer Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Bildung — gleichzeitig trägt sie die Verantwortung für ihre Zukunft: die Jugend. Doch wer ist das eigentlich, die Schweizer Jugend?

Sie ist 15 bis 29 Jahre jung, gut ausgebildet, multikulturell und technologieaffin. 1.3 Millionen Menschen zählen in der Schweiz zur Jugend. Sie sind es, die in den nächsten Jahrzehnten die anstehenden Herausforderungen angehen.

Zuvorderst stehen dabei Themen wie der Klimawandel, die Überalterung der Bevölkerung oder die psychische Gesundheit. Sie müssen als Gesellschaft zusammenfinden, um die komplexen Probleme ihrer Zeit zu lösen, und gleichzeitig ihre individuellen Eigenschaften und Lebensziele im Blick behalten. Im Rahmen des Zukunftrates U24, wo 80 ausgeloste, in der Schweiz wohnhafte Jugendliche im Alter zwischen 16 und 24 Jahren zusammen Lösungen erarbeiten, passiert das schon jetzt. Remo Spichtig, Sarah Modisch und Neelima Khan waren Teil davon.

Was erwartet die Jugend?

Die Generationen Z (Jahrgänge 1995 bis 2010) und Alpha (Jahrgänge 2010 bis 2025) nehmen nichts mehr als unwiderruflich hin, sind aber auch bereit anzupacken. Die folgende Einordnung zeigt Erwartungen und Herausforderungen zu wichtigen Themen der Jugend auf.

Ich wünsche
mir eine sichere und
friedliche Zukunft.

Sarah Modisch
23 Jahre
gelernte Kauffrau, Berufsmaturitätsschüleri

«Die Corona-Krise und die aktuellen Kriege haben zu einer grossen Spaltung und Angst in unserer Gesellschaft geführt. Hinzu kommt die grosse Umweltkrise, die nicht kleiner zu werden scheint. All diese Faktoren und noch viele mehr lassen mich vermuten, dass es nicht einfacher wird. Ich wünsche mir eine sichere und friedliche Zukunft für uns alle. Dass wir als Gesellschaft zusammenarbeiten und zusammenwachsen, stattgegeneinander zu arbeiten. Die grösste Herausforderung sehe ich darin, die vielen Probleme, die grosse Verantwortung und auch unsere Träume unter einen Hut zu bringen — und trotzdem ein gesundes Leben zu führen.»

Demokratische
Prinzipien müssen
gewahrt bleiben.

Remo Spichtig
25 Jahre
Informatiker und Mathematikstudent ETH Zürich

«Der Fall Cambridge Analytica hat gezeigt, dass Daten für politische Zwecke missbraucht werden können. Es ist notwendig, dass wir in der Schweiz sicherstellen, dass unsere demokratischen Prinzipien auch im Zeitalter von Social Media gewahrt bleiben. Als eine weitere Chance und Herausforderung sehe ich das Zusammenspiel der neuen Generation mit der Arbeitswelt, wie sie heute ist. Ein Chef ist mir als gutes Beispiel in Erinnerung geblieben. Er ging individuell auf die Mitarbeitenden ein, hörte ihnen zu und konnte sie anschliessend ihren Stärken nach einsetzen. Immer mehr junge Leute bevorzugen es, sich für gesellschaftlich relevante und innovative Projekte einzusetzen, anstatt dem Job mit dem höchsten Gehalt nachzujagen.»

Die Schweiz
sollte zu einem
Ideenlabor
für junge,
kreative Köpfe
werden.

Neelima Khan
21 Jahre
Studentin Rechtswissenschaften Universität Neuchâte

«Ich stelle mir vor, in einer Schweiz zu leben, die sich durch unbestreitbaren Fortschritt in den Bereichen Innovation, Nachhaltigkeit und Technologie auszeichnet. Einem Heimatland, in dem alle unabhängig von Hintergrund oder Herkunft eine vielversprechende und erfüllende Zukunft anstreben können. In dieser Perspektive sehe ich eine Schweiz, die massiv in Bildung und berufliche Ausbildung investiert. Ich glaube fest an Vielfalt und Inklusion — Werte, die im Kern der schweizerischen Identität stehen. Als junge Schweizerin bin ich überzeugt, dass unser Land gut positioniert ist, um die Herausforderungen von morgen zu meistern und eine entscheidende Rolle beim Aufbau einer besseren Welt zu spielen.»

ZUKUNFTSRAT U24

Der Jugend Gehör verschaffen

Der Zukunftsrat U24 ist der erste Bürgerrat für junge Menschen in der Schweiz und besteht aus 80 ausgelosten in der Schweiz wohnhaften Personen zwischen 16 und 24 Jahren. Initiatoren und Träger des Projekts sind die Schweizerische UNESCO-Kommission (SUK) und die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft (SGG). Ausführende Instanz ist Pro Futuris, der Think + Do Tank der SGG. Im Jahr 2023 hat der Zukunftsrat Handlungsempfehlungen zum Thema psychische Gesundheit an die Adresse von Politik, Verwaltung und Gesellschaft erarbeitet. Neelima Khan, Remo Spichtig und Sarah Modisch waren Mitglieder. 

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